Familie Vogl aus dem Landkreis Sulzbach-Rosenberg i.d. Oberpfalz
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Abb. oben :
Abb. 1 : (hinten) Vogl Christine (links), Vogl Erika, geb. Riedl (Mitte)
und Vogl Georg (rechts)
(Mitte) Vogl Birgit und Vogl Karin
(unten) Vogl Marion Hildegard
(aufgenommen durch Fotofachgeschäft Neuber
in Sulzbach-Rosenberg)
Abb. 2 : Eheschliessung von Vogl Karin und Pickelmann Reinhard
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Vogel Christoph, Schuhmachermeister zu Grünreuth
ehelicht am 12. Februar 1843
in Grünreuth
Schmidt Elisabeth, aus Kleinmeinfeld stammend
Kind ( G 2 ) : Johann, * 13 Januar 1933 Grünreuth
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( G 2 ) Vogel Johann, Schuhmachermeisterssohn aus Grünreuth, Gütler
in Eberhardsbühl, Gem. Weissenberg, Bez.amt
Amberg i.d. Opf., * 13. Januar 1833 in Kleinmein-
feld (jetzt Gem. Hartenstein in Mittelfranken) im
Herzogtum u. Landrichteramt Sulzbach, Bez.amt
Amberg i.d. Opf., + 07. August 1895 in Eberhards-
bühl Hs.Nr.10,Gem. Weissenburg (jetzt Standes-
amt Edelsfeld)
ehelicht in 1. Ehe am 12. Juni 1870
in Eberhardsbühl
Maier Anna Barbara, Gütlerstochter aus Eberhards-
bühl, * 28. Dezember 1842 in Eberhardsbühl, Gem.
Weissenberg, Bez.amt Amberg i.d. Opf., + 10. De-
zember 1878 in Eberhardsbühl
Eltern : Johann Maier und dessen Ehefrau
Barbara, geb. Kurz, Gütlerseheleut
aus Eberhardsbühl
Kinder ( G 3 ) : Totgeburt, */+ 21. November 1871 in Eberhardsbühl
Konrad, * 21. November 1872 in Eberhardsbühl
Totgeburt, */+ 23. Juni 1874 in Eberhardsbühl
ehelicht in 2. Ehe am 14. April 1879
in Edelsfeld, Bez.amt Amberg i.d. Opf.
Kohl Sabine, ledige Gütlerstochter aus Eschenfelden,
03. April 1847 in Eschenfelden (jetzt Gem. Hirschau
i.d. Opf.) im Herzogtum , Landrichteramt u. Hofkasten-
amt Sulzbach, + 01. April 1896 in Eberhardsbühl Hs.
Nr.10
Eltern : Kohl Konrad und dessen Ehefrau
Maria, geb. Böheim, Gütlerseheleut
in Eschenfelden
Kinder ( G 3 ) : Johann Conrad, * 13. Mai 1881 in Eberhardsbühl
Johann Konrad, * 14. August 1882 in Eberhardsbühl
Kunigunde, * 27. Februar 1885 in Eberhardsbühl
Rosina, * 20. Juli 1888 in Eberhardsbühl
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( G 3 ) Vogl Johann Konrad, Gütlerssohn, Gütler und Postknecht in Sulz-
bach, Landwirt zu Forsthof, * 14. August 1882 in
Eberhardsbühl Hs.Nr.10, Gem. Weissenberg, Bez.amt
Amberg i.d. Opf., + 27. Dezember 1938 in Forsthof
bei Sulzbach-Rosenberg i.d. Opf.
ehelicht am 07. April 1910
in Sulzbach i.d. Opf.
Hollederer Barbara, aus Grossalbershof, * 21. Ja-
nuar 1887 in Grossalbershof Hs.Nr.13 im Anwesen
der Schneiderswitwe Margarethe Flierl, + 05. Okto-
ber 1973 in Forsthof Hs.Nr.3 bei Sulzbach-Rosen-
berg i.d. Opf.
Eltern : Kohl Kunigunde, geb. Hollederer, Dienst-
magd u. Bergmannsehefrau, wohnhaft in
Sulzbach, und
Ehras Andreas aus Rummersricht, lediger
Dienstknecht
Kinder ( G 4 ) : Margarethe, * 16. Oktber 1909 in Forsthof
Johann Konrad, * 22. Februar 1911 in Forsthof
Rosina, * 17. Mai 1913 in Forsthof
Margarethe, * 04. Januar 1915 in Forsthof
Kunigunde, * 24. September 1923 in Forsthof
Lina, * 19. März 1926 in Forsthof
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( G 4 ) Vogl Johann Konrad, Gütlers-, Landwirts- u. Postknechtssohn aus
Forsthof, * 22. Februar 1911 in Grossalbershof / Forst-
hof bei Sulzbach i.d. Opf., + 24. Juni 1992 in Sulzbach-
Rosenberg
ehelicht am 18. Mai 1934
in Sulzbach i.d. Opf.
Schlenk Margarethe, Hochofen- u. Steinbrucharbeiters-
tochter, Kontrolleurin, * 27. Februar 1909 in Sulzbach-
Kirchenreinbach Hs.Nr.443, Opf., + 23. Juli 1980 in
Sulzbach-Rosenberg i.d. Opf.
Kinder ( G 5 ) : Alfred Christof
Ernst Johann Wolfgang
Werner Peter
Hans Georg
Hilde
Helmut Georg
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( G 5 ) Vogl Hans Georg, Stahlwerker, * in Sulzbach-Rosenberg
ehelicht in Asslar
Riedl Erika, * Eger (Kreis Eger)
Kinder ( G 6 ) : Karin
Birgit
Marion Hildegard
Christine
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Das Herzogthum
und Landrichteramt
Sulzbach (Sulczbach)
Im Gebiet der nördlichen Oberpfalz liegend, ist im Anschluss an den Landshuter Erbfolgekrieg dem, durch den "Kölner Spruch" König Maximilians auf dem Reichstag zu Köln am 30. Juli 1505 neugeschaffenem Fürstentum der Jungen Pfalz oder Pfalz-Neuburg der Herzog Albrechts an-gegliedert worden (1509 endgültig vollzogen) und bildete in der Zeit von 1656 bis 1791 ein
selbständiges Territorium einer Wittelsbacher Nebenlinie.
Mit Herzog August beginnt die eigentliche Sulzbacher Linie des Hauses Wittelsbach. Seinem Sohn Christian August (1632 - 1708) gelingt die volle rechtliche Unabhängigkeit vom Stamm-land Neuburg, die am 15. Januar 1656 von dessen Vater Christan August, gestützt auf den Neuburger Vergleich, als selbständiges Herzogtum Sulzbach anerkannt wird.
Zum Herzogthum gehören neben dem Landrichteramt Sulzbach das erstmals in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts in Erscheinung tritt und sich in das Hofkastenamt Sulzbach und die beiden Administrationen Grossalbersdorf und Rosenberg (beides ehemals Hofmarken), sowie das Verwaltungsamt Königstein (ehemals Rittergut und Lehen des Hochstifts Bamberg) aufgegliedert, noch Parkstein-Weiden, Pleystein, Floss und Vohenstrauss.
1742 übernimmt der letzte Sulzbacher Fürst Karl Theodor (seit 1722) nach dem Tode des Kur-fürsten Karl Philipp, das Neuburger Stammlande der Jungen Pfalz und zugleich die Kurlande. Der politische Schwerpunkt wird nun an den Rhein verlagert, womit sich das Ende des Her-zogtums Sulzbach abzeichnet.
1742 verliert Sulzbach seine Fürstenresidenz. 1777 Vereinigung der Herzogtums Sulzbach mit Altbayern und der Oberpfalz.
Am 25. November 1790 wird die Regierung Sulzbach mit Amberg vereinigt, und am 20. juli 1791 erfolgt die Konsolidierung der drei Herzogtümer Oberpfalz, Neuburg und Sulzbach.
Von der kirchlichen Einteilung her, wird das Gebiet des Herzogtums Sulzbach von drei Bistümern geteilt.
Den Hauptteil hat das Bistum Eichstätt. Im Osten reicht das Bistum Regensburg herein, zu dessen Sprengel auch die Pfarrei Sulzbach gehört. Ein kleiner Teil, der sich auf die Pfarrei Königstein beschränkt und im Norden des Herzogtums liegt, gehörte zum Bistum Bamberg, der allerdings 1829 dem Bistum Eichstätt zugeschlagen wurde.
Das Gebiet um Sulzbach und Rosenberg ist bereits um 1326 als Pfarrei im Dekanat Schwandorf des Bistums Regensburg in dessen Mistumsmatrikeln nachweisbar.
Das Landrichteramt Sulzbach grenzt im Westen an die Nürnberger Pflegeämter Reicheneck, Hersbruck und Velden und an das oberpfälzische Landgericht Hartenstein. Im Norden schliesst das oberpfälzische Landgericht Auerbach an. Im Osten grenzt das Landgericht Am-berg mit Einschluss der Vogtei Hahnbach, im Süden die Pflegeämter Kastl und Pfaffenhofen an. Der Grenzverlauf des Sulzbacher Landrichteramtes bildet also im gesamten Umfang zugleich die Territoriengrenze, im wesentlichen gegen die Reichsstadt Nürnberg und die Oberpfalz.
Die Erhebung und Entwicklung der Stadt Sulzbach steht im engen Zusammenhang mit der Stammburg der Grafen von Sulzbach, die vermutlich vor der ersten Hälfte des 11. Jahrhun-derts errichtet wurde.
Am 12. Juli 1253 wird eine Urkunde für das Kloster Kastl "in foro Sulzpach" ausgestellt.
Die Herzöge Rudolf und Ludwig bestätigen 1305 die Privilegien der Stadt Sulzbach, darunter besonders die Gerichtsbarkeit. Verwiesen wird dabei auf die Freiheiten, die Graf Gebhard von Hirschberg verliehen hat.
Im Laufe des 14. Jahrhunderts entwickelt sich Sulzbach zu einem bedeutenden Wirtschafts-zentrum, wobei der Bergbau eine wichtige Rolle spielt.
Karl IV begünstigt Sulzbach 1349 mit den Zollfreiheiten für die Kaufmannsgüter in allen Städten des Reiches, besonders aber im Königreich Böhmen, die Stadtprivilegien, besonders der Gerichtsstand von dem Landgericht Sulzbach und die Bergwerksfreiheit werden durch Karl IV 1354 bestätigt und ist als Hauptstadt Neuböhmens eine bevorzugte Stadt des Kaisers.
Bei der Kaiserkrönung 1355 in Rom, verleiht er ihr das Vorrecht, nur dem kaiserlichen Land-gericht zu unterstehen.
Auch nach dem Übergang des Sulzbacher Anteils von Neuböhmen an die Wittelsbacher, werden die Privilegien Karls IV von Kurfürst Otto und den Herzögen Stefan und Friedrich 1374 bestätigt.
Die Stadt Sulzbach hat vorallem sehr bedeutende Gerichtsfreiheiten. Die Rechtsverhältnisse sind in einer Gerichtsordnung aus der Zeit um 1500 erstmals näher überliefert.
Am 01. März 1595 gibt Pfalzgraf Ottheinrich einen Abschied, der eine genaue Jurisdiktionsab-grenzung zwischen der Stadt und dem Landrichteramt Sulzbach enthält. Die darin festge-legten Rechte bestimmen die Jurisdiktionsverhältnisse der Stadt bis zur Neuordnung im 19. Jahrhundert.
Unter sämtlichen Gerichtsfreiheiten der Stadt Sulzbach ist besonders das Herkommen her-vorzuheben, dass Sulzbach die Niedergerichtsbarkeit über alle Güter der kirchlichen Stif-tungen der Stadt im Bereich des Landrichteramtes ausüben kann. Bereits in der Gerichts-verordnung von ca. 1500 wird auf diese Güter und Höfe hingwiesen, die "den burgern, priestern, spital oder gotsheusern zugethon und undterworffen" sind.
Nach der topographischen Beschreibung von 1800 ist die Bürgerschaft mit einem Stadtrat von vier Bürgermeistern, acht inneren und einundzwanzig äusseren Ratsherrn, vier Viertel-meistern, vier Gemeindsherren usw. versehen und ist demselben auch niedergerichtisch untergeordnet.
Quelle :
HAB Historischer Atlas von Bayern - Teil Altbayern,
Band 10, Herzogthum Sulzbach, 1957
HAB Historischer Atlas von Bayern - Teil Schwaben,
Reihe 1, Heft 16, Neuburg a.d. Donau, 2004

Abb. oben : Ansicht von Sulzbach-Rosenberg, Opf.
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Rosenberg -
Hofmark
Sulzbach
1307 erhalten die Herzöge Ludwig und Rudolf das "castrum Rosenberg" von König Albrecht als Lehen, das Graf Gebhard von Sulzbach innehatte. Neben dem Amt Rosenberg, fallen die Äm-terSulzbach, Holnstein und Werdenstein an die Wittelsbacher, wie aus dem Urbar, des Vitz-tumamtes Lengenfeld von 1326 ersichtlich ist.
Durch den Hausvertrag von Pavia erhalten die Pfalzgrafen Rudolf und Ruprecht die Burg Ro-senberg, die 1338 durch Teilung der pfalzgräflichen Lande, an Pfalzgraf Rudolf fällt. Am 05. April 1535 inkorporiert Karl IV Teile des Landgerichts Sulzbach, die ihm als Pfand zufielen, diese Neuerwerbungen dem Königreich Bähmen und schafft sich somit "Neuböhmen" als Vorland seiner böhmischen Hausmacht.
Der Übergang dieser Besitzungen an die Krone Böhmens wird am 29. Dezember 1355 vom Mainzer Erzbischof bestätigt.
Am 18. August 1373 tritt Kaiser Karl IV Rosenberg, Sulzbach, Lichteneck, Breitenstein, Neit-stein, Hauseck, Ruppertstein und Holstein gegen die Mark Brandenburg an die Wittelsbacher ab.
1393 erhält Herzog Johann I von Bayern-München neben Rosenberg noch Sulzbach, Lichten-egg, Poppberg und Breitenstein als Pfandschaft.
1366 verleiht Pfalzgraf Ruprecht Friedrich dem Castner zu Rosenberg das Recht zur Errich-tung eines Eisenhammers.
1450 erneuert Herzog Albrecht die Privilegien der beiden Hammerwerke in Rosenberg und Hirschbach mit der Strafgerichtsbarkeit über die Arbeiterschaft.
Die selben Privilegien werden 1515 von Pfalzgraf Friedrich bestätigt.
1481 verkauft Herzog Albrecht seinem Rat Veit von Schaumberg das Schloss Rosenberg nebst Burgstall um 300 Gulden und verleiht ihm dazu das Landsassenrecht und das Schloss zum Le-hen, das 1495 auf dessen Schwager Heinrich von Schaumburg übergeht.
1584 fällt Rosenberg an den Pfalzgrafen Ottheinrich zurück.
Für das Schloss Rosenberg ist 1633 der Kammerdirektor Franz Schüss als Landsasse in den Ma-trikeln vermerkt.
1655 wird in den Landtafeln der Landesherr bereits selbst als Inhaber des Gutes angegeben.
Lediglich in der zeit von 1733 bis 1742 ist Rosenberg nochmals an den Kanzler Johann Georg von Korb ausgegeben.
In der Folgezeit werden die Besitzungen als "Administration Rosenberg" für den Landesherrn unmittelbar vom Landrichteramt Sulzbach verwaltet, zu der neben Rosenberg folgende Ort-schaften gehörten : Aichazandt, Breitenbrunn, Fürstenmühle, Hainfeld, Hammerphilippsburg, Hirschricht, Lohe, Michaelspoppenricht und Rothsricht.
Quelle :
HAB Historischer Atlas von Bayern - Teil Altbayern,
Band 10, Herzogthum Sulzbach, 1957

Abb. oben : Ansicht von Sulzbach-Rosenberg, Opf.