Familie Kaiss a.d. Pfarrei Malgersdorf in Niederbayern
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Ansicht oben (von links nach rechts) :
Abb. 1 : Innenraum der Pfarrkirche St. Stefan in Malgersdorf
in Niederbayern
Abb. 2 : Pfarrkiche in Zell bei Falkenberg in Niederbayern
Abb. 3 : Pfarrkirche in Falkenberg in Niederbayern

Abb. oben (von links nach rechts) :
Abb. 4 : Anwesen in Sulzbach, Zell, Gem. Falkenberg / Nby.
(aufgen. im April 2005)
Abb. 5 : Anwesen Hs.Nr.3 in Mitterskirchen in Niederbayern
Abb. 6 : Auszug einer Karte des Landkreises Rottal-Inn mit
Sulzbach (oben Mitte) bei Zell, Gemeinde Falken-
berg (entnommen dem Buch: Hans Billo - Früher
und jetzt in der Gemeinde Falkenberg, 1986)

Abb. oben :
Abb. 7 : Anwesen Eggersbach, Gem. Mitterskirchen/Nby.
(aufgen. im April 2005)

Abb. oben (von links nach rechts) :
Abb. 8 : Pfarrkirche in Hirschhorn, Kreis Rottal-Inn
(aufgenommen im April 2004)
Abb. 9 : Keissen-Hof in Hetzenberg bei Hirschhorn im Kreis
Rottal-Inn (aufgenommen April 2004)

Abb. 10 : Anwesen Hs.Nr.3 in Mitterskirchen in Niederbayern -
heute Zimmerei Keiss in Mitterskirchen, Nby.

Abb. 11 : Anwesen der Familie Keiss in Eggersbach Hs.Nr. 57,
Gemeinde Mitterskirchen in Niederbayern, Land-
kreis Rottal-Inn
(aufgenommen vor 1960)

Abb. 12 : Neben- und Austragshäusl Hs.Nr. 14 in
Baumgarten, Gem. Hickerstall, Nby.
"Beim Keissen"
(aufgenommen April 2003)

Ansicht oben (von links nach rechts) :
Abb. 1 : Kaiss Wilhelm - mein Vater (aufgenommen am 01. Mai 1942)
Abb. 2 : Kaiss Wilhelm - mein Vater (aufgenommen durch Lichtbildner
Walter Schenke in Neuötting am Inn, Obb.)
Abb. 3 : Kaiss Franziska, geb. Jetzelsperger (1. Ehefrau meines Vaters -
aufgenommen am 07. März 1944 durch Photola GmbH in Mün-
chen)

Ansicht oben (von links nach rechts) :
Abb. 4 : Kaiss Wilhelm sen. (links), mit meinen Brüdern Raimund (Mitte)
und Wilhelm (rechts) - aufgenommen im Mai 1959 durch Licht-
bildner Wilhelm Reng in Altötting, Obb.
Abb. 5 : Kaiss Wilhelm jun. (* 1947 + 1996) - aufgenommen durch Foto
Schenke in Neuötting am Inn, Obb.

Ansicht oben (von links nach rechts) :
Abb. 6 : Kaiss Brunhilde, geb. Himmelstoss (meine Mutter) - aufge-
nommen am 09. Mai 1961 Lichtbildner Walter Schenke in
Neuötting am Inn, Obb.
Abb. 7 : (unten) Kaiss Brunhilde (meine Mutter) u. Harald
(oben) Kaiss Raimund (mein Bruder) u. Wilhelm (mein Vater)
(aufgenommen 1984 durch Foto-Studio-Strauss in Altötting)
Abb. 8 : Kaiss Wilhelm u. Brunhilde (meine Eltern - aufgenommen im
Juli 2007 durch Foto-Studio-Strauss in Altötting)

Abb. 9 : Kaiss Raimund (mein Bruder)
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Abb. oben (von links nach rechts) :
Abb. 1 : Keiss Ludwig, * 1886 in Eggersbach, Gütler in Eggersbach, Chevau-
leger im Chev.Rgt.Taxis-2.Eskadragoner Dillingen in den Jahren 1906
bis 1909
Abb. 2 : Keiss Ludwig, * 1886 in Eggersbach, mit Josefa Afra, geb. Müller aus
Schöllang im Allgäu (Schwiegertochter)
Abb. 3 : Keiss Ludwig, * 1913 in Eggersbach, + April 1944 in Golotschino
(Russland), mit dessen Ehefrau Josefa Afra, geb. Müller aus Schöllang
im Allgäu

Abb. oben (von links nach rechts) :
Abb. 4 : Keiss Georg, * 1918 in Eggersbach, + Juli 1944 in Staryi (Russland)
mit dessen Ehefrau Margarethe, geb. Gömmel aus Schwabach
Abb. 5 : Keiss Franz Paul, * 1925 in Eggersbach, + Oktober 1944 in Metz
Frankreich)
Abb. 6 : Grabstelle von Keiss Franz Paul im Deutschen Soldatenfriedhof in
Niederbronn-les-Bains in Frankreich, Block 32 Reihe 6 Grab 181
(aufgen. im Frühjahr 2002)

Abb. oben (von links nach rechts) :
Abb. 7 : Keiss Theres, * 1919 in Eggersbach, verehelichte Heimgartner
Abb. 8 : Heimgartner Josef, Bauerssohn aus Hopfen, verehelicht mit Keiss
Theres
Abb. 9 : Keiss Rupert Zimmerer in Mitterskirchen, Nby.
(aufgenommen ca. 1955)

Abb. oben (von links nach rechts) :
Abb. 10 : Keiss Rupert Zimmerer in Mitterskirchen, Nby.
(aufgenommen ca. 1995)
Abb. 11 : Keiss Anna, geb. Kallmeier, Ehefrau von Kaiss
Rupert, Zimmerersehefrau in Mitterskirchen, Nby.
Abb. 12 : Keiss Katharina, später verehelichte Ries

Abb. oben (von links nach rechts) :
Abb. 13 : Keiss Katharina bei ihrer Hochzeit mit
Ries Franz Xaver aus Kramlehen, Nby.
Abb. 14 : Keiss Gerhard
Abb. 15 : (von links nach rechts)
Keiss Ottilie mit ihren Geschwestern Theres (später
verehelichte Heimgartner) und Katharina (später ver-
ehelichte Ries)

Abb. 16 : Wohnhaus Münchner Strasse Hs. Nr. 38
in Simbach am Inn, Niederbayern, welches
meine Grossmutter, Berger Anna Therese,
verw. Scheupel, geb. Kaiss, bewohnte
(aufgenommen im Mai 2001)
Abb. 17 : Grabstätte von Keiss Georg (Firmpate meines Vaters u. Bruder
seiner Grossmutter) aus Eggersbach, dessen Ehefrau Maria,
geb. Grömmer aus Bichl bei Kastl, Obb. und deren Adoptivsohn
Franz Xaver Mädler mit dessen Ehefrau; Friedhof St. Michael in
Altötting (aufgenommen im Mai 2002)
Abb. 18 : Grabstätte der Familie Kaiss in Neuötting am Inn

Abb. 19 : Keiss Anna, * 1873 in Eggersbach bei Mitterskirchen,
verw. Zinner, verheiratete Reiter,
Gastwirtin in Tann/Nby. und in Simbach a. Inn/Nby.;
zuletzt wohnhaft in Simbach am Inn/Nby.

Abb. 20 : Foto mit Keiss Rupert, * 1897 in Eggersbach b. Mitterskirchen
(rechts vorne)

Abb. 21 : (oben und unten)
Lehr- und Prüfungszeugnis von Keiss Rupert,
1897 in Eggersbach bei Mitterskirchen, ausge-
stellt von der Handwerkskammer f. Niederbay./
Passau im April 1925


Abb. 22 : Altmann Ottilie, * 1902 in Mitterskirchen
(sitzend), später verehelicht mit Keiss Rupert,
mit ihrer Schwester Resi

Abb. 23 : Ansicht von Neuötting am Inn, Obb.
Abb. 24 : Stadtplatz von Neuötting am Inn, Obb.

Abb. 25 : Ansicht der Stadt Altötting (Blick v. Graming auf Altötting)
Abb. 26 : Simbach am Inn - Blick in Richtung Braunau (Österreich)
Wohn- und Sterbeort von Reiter Anna, verw. Zinner, geb. Keiss
aus Mitterskirchen, Gebräbnisort ihres ersten Ehemannes Zinner
Johanns aus Piesing (Gem. Haiming, Obb.), und ihres zweiten Ehe-
manns Reiter Simon aus Weghof, Gem. Wallern in Oberösterreich;
Wohn- u. Sterbeort von Keiss Anna Theres (Tochter v. Zinner An-
na, geb. Keiss), verw. Scheupel u. verw. Berger

Abb. 27 : Hirschhorn, Kreis Rottal-Inn in Niederbayern

Abb. 28 : Wurmannsquick, Kreis Rottal-Inn in Niederbayern
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Sulzbach -
Landgericht
Arnstorf
- Sulzpah - wird bereits im Jahre 882 als Ort erwähnt. Erneut erwähnt wird es am 16. Januar 1038 als Besitzung des Hochstiftes Freising.
Nach dem Stand des Registers für Grund- u. Niedergerichtsherrschaften von 1752/60 gehörte der drei Anwesen umfassende Weiler Sulzbach als landgerichtsummittelbares Gut bis 1847 zum Amt Mornthal, Obmannschaft Zell, und besteht aus drei kurfürstlichen Lehen der Frei-herrn und Grafen zu Closen in Arnstorf.
Durch eine seit 1803 durchgeführte Behördenorganisation grösseren Umfanges und der damit verbundenen Gebietsreform, wird Sulzbach vom Amtsgericht Arnstorf dem Land- und Amtsge-richt Eggenfelden und vom Steuerdistrikt Arnstorf dem Steuerdistrikt Zell zugewiesen.
Mit Verordnung vom 24. Februar 1862 wird Sulzbach wieder vom Landgericht Eggenfelden an das Amtsgericht Arnstorf abgetreten.
Seit Aufhebung des Amtsgerichtes Arnstorf am 15. Juni 1943 gehört die Gemeinde wieder zum Amtsgericht Eggenfelden.
Quelle :
HAB Historischer Atlas von Bayern - Teil Altbayern,
Band 28, Eggenfelden, 1971
HAB Historischer Atlas von Bayern - Teil Altbayern,
Reihe 30, Landau a.d. Isar, 1972 


Abb. oben : Arnstorf in Niederbayern, Kreis Rottal-Inn
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Malgersdorf -
Landgericht
Arnstorf
- Madelgerdorf - von 1300 bis 1752/60 Gericht Landau a.d. Isar, Amt und Obmannschaft Simbach, seit deren Bildung im Jahre 1808/11 Steuerdistrikt, Bez.amt Eggenfelden.
Im 12. Jahrh. finden sich mehrere Belege für ein Geschlecht, das sich nach Malgersdorf nennt. Ca. 1135 wird "Megenhardus de Madegerstorf" als Zeuge bei einer Schenkung an das Kloster St. Nikola in Passau genannt. Für das Kloster Formbach ist er ca. 1150 belegt als "Megnhart de Madelgeresdorf".
Man findet ihn weiterhin in den Traditionen von den Klöstern Aldersbach und Baumburg.
1147 vertauschen Bischof Otto und die Äbtissin Adelheid von Passau Unfreie.
Dabei werden aufgeführt : "isti sunt censuales sancte Marie : Wezela de Madelgerestorf cum filia sua Liza et cum filiis eius Adalpreht, Ascvvin cum tota eorum posteritate".
Im 15. Jhdt. ist Malgersdorf in den Händen der Visler. 1464 findet man Jörg Visler. Die Brüder Georg Visler und Hans Georg Visler sind bis 1575 bzw. 1579 Besitzer der Hofmark. Hans Georg Visler ist Rat und Pfleger zu Dingolfing und mit Leonore, geb. Stockamer verheiratet. Die Wit-we Leonore ist namens ihres Sohnes Hans Georg Besitzerin der Hofmark Malgerstorf.
Durch die Tochter Cordula kommt Malgerstorf in die Hand des Isaak Leoprechting, Landrich-ter zu Schärding. Zusammen mit seinen Söhnen Hans Philipp und Georg Hector verwaltet er die Hofmark. Mit dem Tod des Georg Hector im Jahre 1670 geht Malgerstorf an den noch lebenden Vater Johann Isaac von Leoprechting über.
Von den Leoprechtinger kommt malgerstorf an die Trauner. Bis 1677 ist Dionys Trauner als Inhaber angegeben; er ist verheiratet mit Cordula Franziska, geb. Auer, Freiin von Winkel und Rohrnbach. Mit 35 Jahren stirbt er am 17. August 1677. Nach dem Tode der Mutter ist Franz Johann Ignatius von Trauner Besitzer.
Seit dem 22. mai 1711 ist sein Sohn Ferdinand Joseph Trauner, der verheiratet ist mit Maria Antonia, geb. von Bodmann, Herr zu Malgerstorf. Am 13. April 1723 verkauft er die Hofmark Malgerstorf am Johann Hildebran von Judendunck und Ofenhausen, Tegimentsrat in Ober-österreich, um 45000 fl rh. und 100 Speziestaler.
Seit 1736 ist die Hofmark in den Händen des Maximilian Franz von Tattenbach.
Im 13. Jhdt. wird die "Hofmarchia Malgersdorf mit VI manus es dimidium et infinitis homines" zum erstenmal erwähnt. Das 2. Herzogurbar von 1301 führt "Molgers- bzw. Melgerstorf" auf. Eine weitere Nennung der Hofmark Malgerstorf findet sich 1464. Die Miniaturansicht bei Apian zeigt einen Wohnbau mit Eckturm. Anfang des 16. Jhdts. besteht nur ein hölzener Sitz. Das neue Schloss wurde neben "dem alten hültzenen Schloss" unter den Freiherrn von Traunern erbaut.
In der Hofmarksbeschreibung von 1618 heisst es : "Malgerstorff, ain Hofmarch, darinnen die Ofarrkhürchen, Capeln, Pfarrhof, Weien, und des Gottshaus Grund, Landgerichtisch sey, hat dero wegen khainen mit Landtgerichts gründten unvermischten Gezürckh, aber zu Antwort-tung der Mallefiz Persohnen, im Veldt aber gegen Simbach herain, auf ain 4. Gwandten ain hilzerne Marchseillen, dahin solche Gefangene dem Gangsteig nach, unberiert der Landtge-richts grünndt, mögen gebracht werden ..."
1580 bzw. 1597/99 hat Georg Wisler zu Malgerstorf neu ein einschichtes Gut zu Hofstetten. 1640 bestitzt Hans Isaak v. Leoprechting neben Hofstetten ein einschichtiges Gut zu Unter-engbach, 1696 ausserdem den Hof in Härtlmemberg und die Sölde in Klingenberg. 1752/60 hat die Hofmark in 4 Orten einschichtige Güter.
Malgersdorf gehörte, wie der Statistischen Beschreibung zu entnehmen ist und deren Grundlage die Güterkonskriptionen von 1752, sowie die Hofanlagsbücher von 1760/90 des Gerichtes Landau a.d. Isar bilden, als landgerichtsunmittelbarer Ort zum Amt Simbach, Obmannschaft Simbach, und umfasste neben dem Hofmarkschloss, dem Haus des Hofmarks-beamten, Oekonomiegebäude, der Wohnung des Oekonomiebeamten, dem Beneficiatenhaus, der Pfarrkirche St. Stephan, dem Pfarrhof, dem Oekonomiegebäude, sowie der Frauenka-pelle St. Maria Auxillatrix noch 42 Anwesen.
Die mächtigste Familie in der Mitte des 18. Jhdts. sind die Grafen Tattenbach.
Sie besitzen von den 28 weltlichen Hofmarken im Gericht Landau neben der Hofmark Mal-gerstorf, in deren Besitz sie sich seit 1736 befindet, noch Altdorf, Exing, Reichersdorf, Rohrbach, Prunn und Wannersdorf.
Durch kurfürstlichen Entschluss wurden die altbayerischen Landgerichte neu organisiert und neu gegliedert. Malgersdorf verbleibt jedoch weiterhin unter der Gerichtsbarkeit des Land-gerichts Landau a.d. Isar. 1862 erfolgt die Scheidung von Justiz und Verwaltung. Die Verwal-tungstätigkeit fällt an die Distriktsverwaltungsbehörden, d.h. den Bezirksämtern und unmit-telbaren Städten.
Im Zuge der Reform wurde Malgersdorf am 24. Februar 1862 dem neu gebildeten Landgericht Arnstorf (Bezirksamt Pfarrkichen) zugeschlagen.
Mit Bildung der Landkreise viel Malgersdorf an den Landkreis Eggenfelden.
Quelle :
HAB Historischer Atlas von Bayern - Teil Altbayern,
Band 28, Eggenfelden, 1971
HAB Historischer Atlas von Bayern - Teil Altbayern,
Reihe 30, Landau a.d. Isar, 1972
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Hetzenberg -
Amt
Wurmannsquick
Hetzenberg - Haicemannsperge - wird erstmals 1165 als Besitz des Klosters Baumburg im Güterverzeichnis erwähnt.
Den Konskriptionen und ältesten Katastern der Jahre 1808-10 zufolge gehörte das aus 10 Anwesen bestehende Dorf Hetzenberg zur Gemeinde Hammersbach in der Obmannschaft Hir-
sching, Hofmark Gern des Grafen Closen zu Gern und zur Tattenbach`schen Hofmark, sowie als landgerichtsunmittelbares Gut zum Amt Wurmannsquck.
Der zuständige Steuerdistrikt war ebenfalls Hammersbach.
Quelle :
HAB Historischer Atlas von Bayern - Teil Altbayern,
Band 28, Eggenfelden, 1971
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Mitterskirchen -
Bezirksamt
Eggenfelden
Mitterskirchen - Miterenchirchen - ist im Jahre 1156 als Besitz des Klosters Baumburg im Güterverzeichnis erwähnt und bildet 1560 und 1737 ein unbeschlossene Hofmarch mit Burg-stall als lokales Zentrum.
Besitzer : 1. Mitterskirchner :
Wernher von Mitterskirchen - Ministeriale des Grafen Rapato
von Ortenburg. Margarete, Tochter des Seibot von Mitters-
kirchen, gehört zu den Eigenleuten des bayerischen Herzogs.
Im Dorf Mitterskirchen liegen kurfürstliche Ritterlehen. Auf-
grund dieser Anzeichen können Doppelvasalität oder der Ver-
kauf des Ministerialgeschlechtes vor dem 19. April 1260 durch
den ortenburgischen Erbfolger Hartmann von Werdenberg an-
genommen werden.
2. Sattelpoger :
Übergang durch Heirat am 20. Januar 1388 - "Hainrich der
Satelpogär, dessen Sweher Reichker der Mitterchircher".
3. Strasser :
Christoph Strasser zu Mitterskirchen - Immatrikulation in Land-
tafeln, die auf 1470 datiert werden.
4. Schondorffer :
Übergang durch Heirat Hedwigs, Tochter des Christoph Strasser,
mit Rudolph Schondorffer zu Pal, belegt am 03. November 1513.
Mitbesitzer : Deren Kinder Hanns Christoph, Jörg, Achaz, Anna;
ab 25. Oktober 1544 Hanns CHristoph Alleinbesitzer.
5. Ruelland :
Bereits am 07. Januar 1522 Siegler Hanns Ruelland, verheiratet
mit Susanne, Witwe des Hanns Christoph Schondorffer - belegt
am 16. April 1547
6. Schweikhard :
Übergang durch Heirat Georg Schweikhards mit Susanne, geb.
Leoprechting - belegt 1558 in Landtafel.
7. Haunsperger :
Übergang durch Heirat Susanne Schweihhards, geb. Leoprech-
ting, mit Wilhelm Hausperger - urkundlich erwähnt 1569.
Ab 1569 auf Erbweg an Heimeram, Bruder des Wilhelm Hauns-
perger.
8. Closen :
Übergang von Brigitte von Haunsperg, geb. Leublfing, Gattin
des Wilhelm Haunsperger, an Hanns Jakob von Closen zu Gern
samt St. Mariakirchen, Hirschhorn und Hellsberg - belegt durch
Kaufbrief vom 26. September 1584.
Aus dem späteren Steuerdistrikt Mitterskirchen, Bez.amt Eggenfelden, wurde die landge-richtliche Gemeinde Mitterskirchen gebildet. Bildungselement des Steuerdistriktes ist ein Teilbezirk der sehr grossen Obmannschaft Mitterskir- chen, die sich mit dem Hauptbezirk der Filialkirche Mitterskirchen und Expositur Wurmannsquick deckt.
Die Obmannschaft Mitterskirchen enthält in ihrem Grenzgebiet Hammersbach und Hicker-stall. Grenzen : Ortsflur des Gemeindehauptortes Hammersbach im Norden, Sprengel der Filialkirche St. Johannes der Täufer in Mitterskirchen (seit 1897 Pfarrei) im Westen.
Quelle :
HAB Historischer Atlas von Bayern - Teil Altbayern,
Band 28, Eggenfelden, 1971
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Pfarrei
Mitterskirchen
Hervorgegangen aus der an der Ostgrenze des Bistums Salzburg im Jahre 793 als bischöfliche Eigenkirche errichtete Urpfarrei Hirschhorn, die im Jahre 1993 ihr 1200jähriges Pfarrjubiläum feierte.
Aufgrund der Nennung zweier Kirchen in der "Notita" kann davon ausgegangen werden, dass Bischof Virgil, der Grosse Organisator der Salzburger Kirche im 8. Jahrhundert, der Kirche in Hirschhorn das Patrozinium des Hl. Rupert verliehen hat.
Die Kirche Mitterskirchen wurde vermutlich als Eigenkirche des Gutsherrn auf dem künstlich erweiterten Hügel des heutigen Kirchenstandortes neben dessen Herrschaftssitz errichtet, der um das 13. Jhdts. etwa 200 Meter weiter westlich in der Bachniederung als Wasser-schloss errichtet wurde. Vielleicht sollte dadurch dem Eigenstandort Kirche eine besondere Bedeutung beigemessen werden, wordurch die Gutsherrschaft bei ihrem Ansehen und wohl
auch ihrer Beziehungen zu Salzburg die Sepultur (Sprengelbildung) und das Taufrecht er-langen konnte.
Bemerkenswert ist, dass Mitterskirchen im 8. und 9. Jhdt. trotz der Zugehörigkeit zum Hoch-stift Salzburg wege der Randlage sowohl im wirtschaftlichen, als auch im kulturellen und politischen Strahlungsfeld der Hochstifte Passau und Regensburg stand. Es wird ange-nommen, dass die Kirche von 1156 bis 1354 als Schlosskapelle den Edlen von Mitterskirchen, die ortenburgischen Ministerialgeschlechtern entstammten und von denen mehrere zu grossen Ansehen gelangten, wie die von Mitterskirchen, aus welchem um 1250 Friedrich de Miterenchirchen Domprobst zu Salzburg und Bischof von Chiemsee wurde, diente und 1345 in eine grössere Kirche umgebaut wurde.
Am 14. April 1261 inkorporierte der Salzburger Erzbischof die bereits bestehende Pfarrei Hirschhorn dem Kollegiatstift Altötting, das als Salzburgisches Eigenstift der besonders engen Kontrolle des Erzstifts unterlag.
Am 23. März 1401 genehmigte Papst Bonifaz IX. die Inkorporation und Herzog Heinrich be-stätigte den Übergang.
Die Rechte des Stifts wurden während des 15. Jhdts. von mehreren Päpsten bekräftigt.
In einer Urkunde der Hl. Kapelle (Chorherrnstift 2, 110) im Jahre 1404 wird Hickerstall in der Pfarrei Mitterskirchen genannt und damit der Eigenbezirk der Kirche Mitterskirchen belegt. Um das Jahr 1483 ist urkundlich von einem Kaplan von Mitterskirchen die Rede.
Mit der Bezeichnung der Pfarrei nahm man es bei Aufzeichnungen im Mittelalter offen-sichtlich nicht so genau, wie verschiedene Fundstellen immer wieder belegen. So wurden auch Pfarrorte statt Filialen, Kaplaneien und auch Exposituren oft als Pfarreien bezeichnet.
Der grösste kirchliche übergeordnete Verwaltungsbezirk hiess bis in das 15. Jhdt. "Archidia-konatus inter amnes" (Dakonat zwischen den Flüssen Inn und Donau) mit dem Sitz in Triftern. Die Salzburger Urpfarreien gehörten, wie die Pfarreien des Isengaues zum Archidiakonat Gars am Inn; der Stiftsprobst von Gars war im heutigen Sinn "Regionaldekan".
Solange die Kirche Mitterskirchen Eigenkirche von Adeligen war, waren auch sicher deren Besitzer als Kapläne, Priester und Kirchenverwalter tätig.
Wahrscheinlich wurde schon im 16. Jhdt. mit dem Bau der spätgotischen, einschiffigen Kir-che begonnen. An das Presbyterium der Schlosskirche wurde südlich ein dreigeschossiger Turm mit spitziger Kupferabdeckung gebaut. Das Obergeschoss wurde achtseitig konstruiert und im Erdgeschoss eine Sakristei eingerichtet. Die eigentliche Schlosskapelle wurde zum Chorraum umgebaut.
Das Fertigstellungsjahr der Kirche dürfte um 1517 gewesen sein, wie einer Inschrifttafel über dem heutigen Südportal zu entnehmen ist.
Während des 30-jährigen Krieges wurde 1639 das Kirchendach durch Brandschatzung vernichtet und trotz der Notlage wieder errichtet.
Mitterskirchen wurde 1695 von hirschhorn zur Kooperativen Expositur und erst 1783 als förm-liche Expositur mit vielen pfarrlichen Rechten ernannt. Als Nebenkirche hatte Mitters-kirchen in einem ausgedehnten Expositursprengel Atzberg, Arbing, Hofau und Leitenbach zu betreuen.
Am 25. Juli 1807 erfolgte durch die bayerische Regierung, infolge der Säkularisation die Organisation aller Pfarreien als weltliche Pfarreien. Die weltlichen Territorien, die Hoch- und Erzstifte, wurden damals annektiert und Bistümer je nach Erfordernissen der Territorialpolitk der Staaten hin- und hergeschoben.
Salzburg, das ein eigenes grosses Erzstift und dazu Gebietsanteile im damaligen Kur-fürstentum Bayern wie in den habsburgischen Landen besass, war damit folgenschwer be-troffen. 1803 wurde das Erzbistum Salzburg zum weltlichen Kurfürstentum und 1807 auf die österreichischen Grenzen beschränkt.
Ab 1808 kamen in der Folge alle ehemaligen salzburgischen Pfarreien an das Generalvikariat Freising, somit auch Hirschhorn mit Mitterskirchen.
Im Zuge seiner Modernisierungspolitik strebte der damalige bayerische Staat danach, die Bistümer möglichst mit den Regierungsbezirken zur Deckung zu bringen. Dazu musste Passau im Jahre 1812 die Pfarreien von Haiming bis Malching an das Bistum Salzburg abgeben. Im Gegenzug hatte das für den oberbayerischen Raum vorgesehene Bistum Freising 1813 die niederbayerischen Pfarreien zwischen Unterdietfurt und Zimmern, darunter auch Mitters- kirchen, an Passau zu übertragen. Nach mehreren Veränderungen erhielt das Bistum Passau im Vollzug des Bayerischen Konkordates von 1817 im Jahre 1822 die beiden heutigen Deka-nate Neuötting und Burghausen. Seither hat das Bistum die Gestalt, die es heute aufweist.
1878 umfasste die Expositur einen ausserordentlich grossen Betreuungskreis. Neben Mitters-kirchen und Krandsberg, werden in den Matrikeln die Orte Fraundorf, Mayrhof, Rotheneich, Siebengadern, Winiham, Atzberg, Oberham, Oberleithen, Lederhub, Thal, Hubwies, Poppen-berg, Eggersbach, Holzham, Liedorf, Biedersberg, Ermannsreuth, Unterleitenbach, Kirch-leitenbach und der Ertl, Kühstättner samt den Strasshäusln, Vorleiten, Hickerstall, Frotzen-berg, Unter- und Oberwendling, Schweib, Dachsberg, Bühel, Kastengrub, Hofer, Masberger, Hirtl, Weingartner, Waldberg, Arbing, die Weyerer, der Speckner, die Stockwimmer, der Strassner, der Reichwallner, Sauersberg und Hammersbach genannt.
Dieser Einzugsbereich umfasste also auch grosse Teile der heutigen Gemeinde Wurmanns-quick und Reischach und war um einiges umfangreicher, als die Gemeinde Mitterskirchen, die Expositur Wurmannsquick bestand nur aus dem Markt selbst.
Am 26. April 1897 erfolgte die Genehmigung zur Erhebung der Expositur zur Pfarrei Mitters-kirchen durch Luitpold, Prinz von Bayern. In der Gemeinde Mitterskirchen liegen nun : Atzberg, Bergham, Büchel, Biedersberg, Eggersbach, Ermannsreuth, Fraundorf, Hirtl, Holz-ham, Hummerlsberg, Kastengrub, Kirchholzen, Maierhof, Mitterskirchen, Rotheneich, Sauers-berg, Siebengattern, Winiham und Zankl.
In der Gemeinde Hirschhorn : Bam, Dachsberg, Kranzberg, Lederhub, Leitenbach, Obernham, Poppenberg, Schweib, Thal und Wendling.
In der Gemeinde Hammersbach : Hammersbach und Heidecker.
Die eigentliche Erhebung der Expositur Mitterskirchen zur Pfarrei erfolgte am 02. August 1897 druch Bischof Michael Rampf aus Passau.
Quelle :
Chronik der Pfarrei St. Johannes der Täufer Mitterskirchen -
anlässlich des 100-jährigen Pfarrjubiläums 1897 - 1997,
von Dr. Michael Zauner, Mitterskirchen 1997

Abb. 9 : Pfarrkirche mit Schloss in Hirschhorn,
Kreis Rottal-Inn, aus dem Jahre 1724